Moderne am Main

Sonderausstellung vom 27. November bis 16. April 2017

In der Region am Mainviereck und im Spessart wurden Künstler, Designer und Architekten der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts geboren oder waren hier tätig. Darunter Künstler wie Ernst Ludwig Kirchner, Christian Schad oder Le Corbusier sowie Schüler und Meister des Bauhauses wie Georg Muche, Alfred Arndt und Hannes Neuner. Die Sonderausstellung hat u. a. Werke der bekannten Künstler, deren Wirken in der Region sowie eine Entwicklung des Stuhles anhand von Original-Modellen gezeigt.

Den dazugehörigen Folder können Sie hier herunterladen.

 

 

Holzskulpturen

Sonderausstellung vom 17. bis 26. Juni 2016

Gemeinsam mit der Bildhauerin Frau Sieglinde Gros präsentierte das Rauch Museum im Rahmen der Kulturwoche Freudenberg eine Sonderausstellung mit Holzskulpturen. Die immer wieder neu zu ergründende Dimensionierung des Menschen scheint für Frau Sieglinde Gros ein besonderer Reiz zu sein. Das Insistieren auf dem Menschenbild, dem Fragen nach seiner Befindlichkeit, seinem Verhalten, seiner Gestik und Mimik, das alles erfordert sensibles Beobachten des Menschen, tiefes Interesse am Individuum und dem sozialen Miteinander der Menschen.

 

Re- und Upcycling von Möbeln

Sonderausstellung vom 02. bis 12. Juni 2016

Das Unternehmen Rauch Möbelwerke beteiligte sich an den landesweiten Nachhaltigkeitstagen Baden-Württemberg am 03. und 04. Juni 2016 mit einer Sonderausstellung im Rauch Museum. Gezeigt wurden im Rahmen eines Re- und Upcycling-Prozesses entworfene und gefertigte Möbel von Schülerinnen und Schüler des Dietrich Bonnhoeffer Gymnasiums Wertheim sowie Möbelstücke aus recyceltem Material, hergestellt von den Auszubildenden der Rauch Möbelwerke.

Informationen zu den Nachhaltigkeitstagen Baden-Württemberg


Bodenständige Marktwirtschaft - Wirtschaft, die dem Menschen dient

Vortrag
Referent: Herr 
Klaus Hildenbrand

Der Vortrag des selbstständigen Tischlermeisters und Wirtschaftsingenieurs Klaus Hildenbrand (Freudenberg-Ebenheid) sprach alle an, deren Ziel es ist, nachhaltiger zu wirtschaften. Als Geschäftsführer der hilbra Theo Hildenbrand GmbH hat der Referent dargestellt, wie er sich mit seinem eigenen Unternehmen auf den Weg zu mehr Nachhaltigkeit gemacht hat. Hierbei ging Hildenbrand unserem Wirtschaftssystem auf den Grund, erkannte Schwachstellen und präsentierte Lösungsvorschläge, die Einfluss auf eine Neuorientierung unseres globalen Wirtschaftssystems haben können.

Zum Artikel der Fränkischen Nachrichten vom 11.04.2016


Zwei Ausstellungskonzepte zum Thema Nachhaltigkeit

Sonderausstellungen vom 15.11.2015 bis 13.03.2016

zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit

Erst Hamburg, Peking, Sao Paulo, Lima und dann Freudenberg am Main. Eine vielfach ausgezeichnete Ausstellung mit Positionen internationaler KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und ArchitektInnen machte Halt im rauch museum. Es war zu diesem Zeitpunkt die erste Ausstellung in Deutschland, die das Thema Nachhaltigkeit in den kulturellen Fokus rückte und Gelegenheit gab, das doch oft etwas "schwammige" Thema mal aus einer anderen, wesentlich griffigeren Perspektive zu betrachten.

Selbst die Deutsche Umwelthilfe fand die Ausstellung "zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit" herausragend und verlieh ihr im Jahr 2010 den Medien-Sonderpreis. Adrienne Goehler, ehemalige Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Berlin, ist Kuratorin der Ausstellung. Sie ist davon überzeugt, dass der erhobene Zeigefinger in Bezug auf nachhaltiges Handeln ganz und gar nichts bewirkt: "Wir brauchen Lust und Leidenschaft", so Goehler. "Wir haben ganz bewusst Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die in ihrer Arbeit die Grenzen zwischen Kunst, Aktivismus und Erfindungen auflösen und die Erfahrungen von Umweltinitiativen mit ihren eigenen künstlerischen Herangehensweisen verbinden." Zu sehen waren entsprechend spannende Exponate wie leuchtender Elektrosmog (Richard Box) oder poetische Installationen schmelzender Eisskulpturen (Néle Azevedo).

"Es ist einfach toll, dass wir mit dem Museum und unserer Vision vom nachhaltigen Wirtschaften eine solch hochkarätige Ausstellung nach Freudenberg holen konnten", so Michael Stiehl, geschäftsführender Gesellschafter der Rauch Möbelwerke.

Transformationen – Konzepte der Umnutzung von Dingen

Unter dem Titel "Transformationen – Konzepte der Umnutzung von Dingen" wurde faszinierendes Möbeldesign aus Recyclingstoffen im rauch museum gezeigt. Die Exponate stammten aus verschiedenen Sammlungen des Werkbundarchivs - Museum der Dinge, wie dem Bereich der "Notprodukte" oder der "Selbstbau-Objekte" und wurden ergänzt durch Leihgaben von DesignerInnen aus dem Kontext des Deutschen RecyclingDesignpreises.

Die Kuratorin Imke Volkers ist vom Fach: Als Jurymitglied dieses renommierten Deutschen RecyclingDesignpreises weiß sie genau, wie außergewöhnlich nachhaltige Wohnideen sein können.

Pressestimmen zu den beiden Sonderausstellungen:


Lampenschirme aus Plastiktüten

Workshops mit Künstler Dodi Reifenberg

Im Rahmen der Sonderausstellung "zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit" veranstaltete das Rauch Museum, Freudenberg, am 18. und 19. Februar 2016 zwei Workshops mit dem Künstler Dodi Reifenberg, bei denen gebrauchte Plastiktüten durch Upcycling zu Lampen verarbeitet wurden.

Am ersten Workshop-Tag nahmen insgesamt 14 Frauen aus Freudenberg und der Umgebung teil. Unter ihnen waren auch Mitarbeiterinnen sowie ehemalige Mitarbeiterinnen der Rauch Möbelwerke. Sie entwarfen mit großem Eifer und Spaß Lampenschirme aus Plastiktüten. Unter der Anleitung des Künstlers Dodi Reifenberg umwickelten die Damen Lampengestelle mit verschiedenfarbigen Plastiktüten, die so nach und nach eine neue Funktion bekamen.

Am zweiten Tag waren neun Schüler aus verschiedenen Gymnasien der Region mit ihrer Kunsterzieherin Frau Mündel-Hechtfischer vom Gymnasium Elsenfeld zu Gast im Rauch Museum. Frau Mündel-Hechtfischer führte ein schulisches Projekt zusammen, das das Thema Re- und Upcycling hatte. Nach einer Führung durch die aktuelle Sonderausstellung mit Museumsleiter Wolfgang Sasse stürzten sich die Schüler sofort in die Arbeit an den Lampenschirmen. Hier zeigte sich die enorme Kreativität der Teilnehmer, die sich intensiv mit dem Material auseinandersetzten.

Der Künstler Dodi Reifenberg lebt in Berlin und arbeitet dort seit Jahren mit Plastiktüten, einem Produkt das in 1,5 Sekunden hergestellt und durchschnittlich 25 Minuten benutzt wird und um die 1000 Jahre dauern wird, bis es sich zersetzt.

Mit seiner Installation "Green - Bag - Movement, 2010" war Dodi Reifenberg Teil der eingangs genannten Sonderausstellung. In seiner Serie UNTITLED verarbeitet Dodi Reifenberg den unverantwortlichen Umgang der Industrie mit dem Produkt Plastiktüten und die daraus entstehenden negativen Auswirkungen auf unsere Umwelt. Die meisten Plastiktüten bekommt er geschenkt, sie sind vorher bereits benutzt worden. Auch die Aufnahmen, die er nachstellt, sind gefundenes Material aus dem Internet. Beides eine Form des Re- und Upcyclings.

 

Laudato si´ - Mit Klarheit und Entschiedenheit

Vortrag
Referent: Herr Ulrich Neubert

Das katholische Erwachsenenbildungswerk und die Global Marshall Plan Gruppe Freudenberg boten am 28. Januar 2016 einen Vortrag an, über die wohl ungewöhnlichste Enzyklika, die bislang ein Papst geschrieben hat. Laudato si´ von Papst Franziskus bleibt ein überaus aktuelles Thema, auch im Hinblick auf die Klimakonferenz in Paris. Allein sie nur als Umwelt-Enzyklika zu bezeichnen, würde dem Schreiben nicht gerecht. Der Vortag arbeitete die wichtigsten Grundlinien der Enzyklika heraus und ging auf die Beachtung ein, die sie in kirchlichen und nichtkirchlichen Kreisen erfahren hat. Außerdem wurde die Herausforderung thematisiert, der sich alle "Menschen guten Willens" stellen müssen. Der Referent war Ulrich Neubert, Leiter des Bildungszentrums Mosbach, Pastoral- und Bildungsreferent und ein profunder Kenner der Enzyklika des Papstes.

Die zu dem Zeitpunkt des Vortrags laufende Ausstellung "zur nachahmung empfohlen! expeditionen in ästhetik und nachhaltigkeit" im Rauch Museum veranschaulichte konkret die Thematik der Enzyklika, die sich mit den Problemen des nachhaltigen Wirtschaftens befasst. Nach dem Vortrag war daher für die Besucher ein Rundgang durch das Museum möglich. 

Hier gelangen Sie zu den Artikeln:


Möbel aus Bambus

Workshops mit Jens Burde

Im Rahmen der Sonderausstellung "zur nachahmung empfohlen! Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit" hat das rauch museum und der bekannte Designer Jens Burde vom 25. bis 29. Januar 2016 Workshops mit den Auszubildenden der Rauch Möbelwerke sowie mit Schülern der Mittelschule Miltenberg verantstaltet. Der Designer Jens Burde aus Freiburg, Inhaber des Institutes für "Sagenhaftes", hat mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in einem Designprozess Möbel aus Bamus entworfen und gefertigt. Dabei ging es neben der Theorie zu diesem nachhaltigen Material selbstverständlich auch um die praktische Umsetzung.

Weitere Informationen, Bilder und ein Video bei Main-Echo online:
Heimischer Bambus als Werkstück

 

Kreative Einzelstücke aus der Lehrwerkstatt

Sonderausstellung

Im Rahmen einer Sonderausstellung vom 3. Mai 2015 bis 30. September 2015 präsentierten unsere Auszubildenden ihre selbst entworfenen und gefertigten Arbeiten. In der Lehrwerkstatt ermöglichte das Unternehmen den Auszubildenden des zweiten und dritten Lehrjahres ihre Ideen anhand unterschiedlicher Verarbeitungstechniken und Werkstoffen zu verwirklichen. Gefertigt und ausgestellt wurden Schreibtische, Sideboards und Bücherregale.

 


Leonardo da Vinci: Visionär – Erfinder – Wegbereiter

Sonderausstellung

Vom 8. November 2014 bis 12. April 2015 präsentierte das rauch museum die Sonderausstellung "Leonardo da Vincis Maschinen" und ließ so die Visionen des Universalgenies lebendig werden. Maschinen und Maschinenelemente, die Leonardo erfunden, erweitert oder verbessert hat, wurden in Form von Großmodellen aus Holz gezeigt. Der überwiegende Teil der Modelle war interaktiv gestaltet und konnte angefasst und ausprobiert werden.

Ergänzend bot die Ausstellung spannende Informationen über Leonardos Leben, seine Zeitgenossen und die Renaissance.

Neben seinen weltberühmten Gemälden wie "Mona Lisa" und "Das letzte Abendmahl" hinterließ Leonardo da Vinci (1452 – 1519) ein Lebenswerk von über 6.000 verschlüsselten Manuskriptseiten. Darunter zahlreiche technische Zeichnungen, Studien und Entwürfe zu Mechanik, Werkzeug- und Militärtechnik, Messgeräten sowie Fortbewegung zu Lande, im Wasser und in der Luft.


"Wie Wohnen? – Wohnkonzepte des Deutschen Werkbunds"

Sonderausstellung

Am 08. November 2013 eröffnete das rauch museum Freudenberg mit einem Vortrag der Gastkuratorin Nicola von Albrecht die Ausstellung "Wie wohnen? – Wohnkonzepte des Deutschen Werkbunds". Diese Präsentation war die dritte und letzte der Ausstellungsreihe zu den großen Reformbewegungen in Deutschland: Nach Bauhaus Dessau und Deutsche Werkstätten Hellerau widmete sich die Ausstellung dem Deutschen Werkbund und seiner Bedeutung für Architektur, Innenraum und Design im 20. Jahrhundert.

Der 1907 von Künstlern, Fabrikanten und Kulturpolitikern gegründete Verband hat sich der schlichten und funktionalen Gestaltung von Industrieprodukten, Architektur und Lebensraum verschrieben. Die Ausstellung beleuchtete eines der zentralen Themen des Werkbundes: die Wohnfrage. Was der Verband unter "richtigem Wohnen" und "der guten Form" verstand, wurde eindrucksvoll gezeigt. Das Werkbundarchiv - Museum der Dinge konzipierte die Ausstellung für das rauch museum. So stammten auch die Exponate aus der Sammlung des Werkbundarchivs – Museum der Dinge und wurden durch private Leihgaben ergänzt. Zusätzlich hatte die Rauch Lehrwerkstatt Möbel und Möbelmodelle nach Originalplänen aus dem Archiv des Museums gebaut und bereicherte so die Ausstellung um neues Forschungsmaterial. Der Blick richtete sich jedoch nicht nur in die Vergangenheit: Der werkbund.jung, der heute aktuelle Initiativen in Bezug auf das Thema Einrichten entwickelt, zeigte seine frischen Perspektiven ebenfalls in der Ausstellung im rauch museum.

 

 

 

 

Der Main - Vom Verkehrsweg zum Ausflugsziel

Vortrag
Referent: Herr Prof. Dr. Guido Fackler

Das Element Wasser bildet nicht nur eine Voraussetzung jeglichen Lebens, sondern ist zugleich ältester Träger des Verkehrs. Allerdings lässt die Zahl der Schiffe auf dem Main heute kaum mehr erahnen, dass er bis zum Anbruch des Eisenbahnzeitalters den wichtigsten Transportweg für Massengüter darstellte.

Völkerkundler Herr Prof. Dr. Guido Fackler vom Lehrstuhl für Museologie an der Uni Würzburg beleuchtete in seinem Vortrag am 11. April 2014 im rauch museum eindrucksvoll das Thema "Der Main - Vom Verkehrsweg zum Ausflugsziel". Anhand von Bildbeispielen wurde die lange Tradition der Schifffahrt auf dem Main, sein Ausbau zur Großschifffahrtsstraße und die Veränderung der Flusslandschaft bis in die Gegenwart nachgezeichnet.


Heimat

Vortrag
Referent: Herr Dr. Helmuth Zebhauser

Heimat – das ist heute eine schwierige Vokabel. Der Begriff Heimat war um 1900 beispielsweise in der Jugendbewegung von neuer und großer Bedeutung, wurde dann im Hitlerstaat übernommen und intensiv nationalistisch und für die Volkstumideologie gebraucht, aber auch abgewirtschaftet. Das Wort Heimat kam nach dem Krieg zunächst in Verruf, obgleich durch die vielen Heimatvertriebenen der Begriff ein neues Gewicht hätte bekommen können und letztendlich auch bekam. Inzwischen ist das Wort längst wieder hoffähig und unter vielen Aspekten aktuell.

Herr Dr. Helmuth Zebhauser gab in seinem Vortrag am 11. Juli 2013 im rauch museum eine Übersicht, führte offizielle Definitionen auf und beleuchtete Heimatbezüge, Heimatverständnis und Heimatgefühl.


"Mein Möbel" und ich

Sonderausstellung

Von Dezember 2012 bis März 2013 zeigte das rauch museum eine ganz besondere Ausstellung mit dem Titel "Mein Möbel". Im Mittelpunkt standen private Möbelstücke von Bürgern aus der Region in und um Freudenberg sowie die persönliche Geschichte der Möbel und deren Bedeutung für die Besitzer.

Dieses Museums-Projekt hatte im Gegensatz zu den bisherigen Ausstellungen einen ausgeprägten regionalen Charakter rund um Freudenberg und die umliegenden Gemeinden.

Das rauch museum hatte die Bevölkerung der Region dazu aufgerufen, sich bei diesem spannenden und neuen Projekt zu beteiligen - mit äußerst positiver Resonanz. Gesucht und ausgewählt wurden zahlreiche Möbel, die innerhalb der Familie eine ganz bestimmte Bedeutung haben und eine Geschichte erzählen können. 

Begleitet wurde das Projekt von der Universität Würzburg mit den Lehrstühlen Europäische Ethnologie/ Volkskunde und der Professur für Museologie. Studenten dieser Institute hatten mit den jeweiligen Besitzern über ihr Lieblingsstück gesprochen und alles dokumentiert, so dass die Geschichte hinter den Möbeln für den Besucher innerhalb der Ausstellung erlebbar wurde.

Somit wurden nicht nur persönliche Geschichten, sondern auch die Bedingungen der Herstellungszeit und des jeweiligen Zeitgeistes festgehalten.

Das rauch museum wollte mit dieser Ausstellung die Verbundenheit des Unternehmens Rauch mit der Bevölkerung in und um Freudenberg zeigen. 

Einige Möbel, die während der Sonderausstellung zu sehen waren:

Buffet der Familie Otto Rauch
1930er Jahre

Fluchttruhen
Die auszusiedelnden Deutschen durften nur das Allerwenigste an Kleidung, Wäsche, Bettzeug, Geschirr und Lebensmitteln mitnehmen. Diese Gegenstände wurden in den Holzkisten verpackt.

Sessel
(um 1770) des letzten Bronnbacher Abtes. Heinrich Göbhardt (1783-1803). Aus dem Besitz S.D. Fürst Alois zu Wertheim-Löwenstein-Rosenberg, Kleinheubach.


Breuer Stuhl im XXL-Format

Sonderprojekt des rauch museums und der rauch Lehrwerkstatt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bauhaus Dessau

Ein im wahrsten Sinne großartiges Projekt verwirklichte das rauch museum gemeinsam mit der rauch Lehrwerkstatt in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Bauhaus Dessau. Der Kinderstuhl "ti 3a", den Marcel Breuer (1902-1981) im Jahr 1927 entworfen hatte, wurde durch die Auszubildenden der Firma Rauch Möbelwerke im Maßstab 7:1 originalgetreu nachgebaut. 

Am 21. Mai 2012 wurde der überdimensionale Stuhl im Rathaus-Center in Dessau feierlich enthüllt und zog am 14. September 2012 ins Umweltbundesamt um. Dort wird er weiterhin an die Ausstellung im Bauhaus Dessau erinnern, die Marcel Breuer gewidmet ist und noch bis 31. Oktober 2012 geöffnet hat. Der gebürtige Ungar gilt als einer der ganz großen schöpferischen Architekten des 20. Jahrhunderts.

 

Anfang des Jahres 2011 präsentierte das rauch museum eine Sonderausstellung zum Bauhaus Dessau. Informationen zur abgeschlossenen Ausstellung erhalten Sie hier.


Nachbau für Törten-Siedlung

Sonderprojekt des rauch museums und der rauch Lehrwerkstatt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bauhaus Dessau

Das Haus Anton in der Dessauer Doppelreihe 35, im Jahre 1926 errichtet, ist als einziges Gebäude in der experimentellen Bauhaussiedlung Törten noch weitgehend im Originalzustand erhalten und wurde von der Stiftung Bauhaus Dessau übernommen. Die neue Dauerausstellung in diesem sanierten Haus informiert eindrucksvoll über die Geschichte der zwischen 1926 und 1928 nach Plänen von Bauhausgründer Walter Gropius entstandenen Anlage.

Die rauch Lehrwerkstatt baute ein Anbaumöbel nach einem Originalentwurf von Marcel Breuer aus dem Jahr 1926 nach, welches im Inneren des Hauses für ein authentisches Erscheinungsbild sorgt. Die Entwürfe von Breuer galten als Mustermöbel, die später in Serie gefertigt werden sollten. Diese waren für rationelles Fertigen und modernes Wohnen konzipiert.


„Warum schauen wir so wie wir schauen…“

Vortrag
Referent: Herr Dr. Helmuth Zebhauser

Der Mensch des 13. Jahrhunderts hätte das nicht anschauen können, was wir heute im Werbefernsehen in Short Cuts oder in Bildern der modernen wilden Malerei z.B. von Georg Baselitz sehen.

In der frühen Zeit der abendländischen Kultur schauten die Menschen – voller Andacht – in ruhigem Betrachten auf ein monumentales Marienbild. Nichts bewegte sich. Moderne Expressivität gab es nicht. Das Bild, das sich die Menschen von der Umwelt machten, war ganz anders. Im Laufe der Jahrhunderte hat der abendländische Mensch seine Schaufähigkeit völlig verändert und nahezu unbegrenzt erweitert.

Wie das von Statten ging - darüber berichtete Dr. Helmuth Zebhauser in Bild und Wort im rauch museum.


Deutsche Werkstätten Hellerau

Sonderausstellung 

Vom 30. November 2011 bis zum 25. März 2012 präsentierte das Rauch Museum in einer Sonderausstellung ausgewählte Exponate der Deutschen Werkstätten Hellerau. Das gezeigte Spektrum dokumentierte eindrücklich die Bedeutsamkeit des 1898 in Dresden-Hellerau gegründeten Unternehmens.

Armlehnstuhl; Entwurf: Johann Emil Schaudt, 1900/01; Ausführung: Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst; Rüster, Leder; Inv.-Nr. 50780.

Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Aufnahme: Jürgen Karpinski

Armlehnstuhl; Entwurf: Johann Emil Schaudt, 1900/01; Ausführung: Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst; Rüster, Leder; Inv.-Nr. 50780.

Zeitgemäßes Wohnen für jedermann zu moderaten Preisen - das war das Ziel von Firmengründer Karl Schmidt. Unter seiner Leitung fertigten die Deutschen Werkstätten Hellerau die ersten Möbel per Maschine und in Serie an, eine kleine Sensation im Europa um die Jahrhundertwende. Dahinter standen nicht wie damals üblich einfache Tischler, sondern Kreative wie beispielsweise der Architekt Richard Riemerschmid. Von ihm, Adolf Schneck, Bruno Paul und anderen waren in der Ausstellung spannende Exponate zu sehen. Informationen zu innenarchitektonischen Entwürfen sowie alltägliche Gebrauchsgegenstände und Textilien illustrierten die faszinierende Bandbreite der Werkstätten. Auch über die Gartenstadt Hellerau, ein bis heute hoch gelobtes und immer noch faszinierendes Beispiel für modernen Städtebau, erfuhr der Besucher Interessantes.

Die Sonderausstellung zu den Deutschen Werkstätten Hellerau des Rauch Museums folgte auf die "Bauhaus Dessau"-Ausstellung, die Anfang des Jahres 2011 erfolgreich gezeigt wurde. Leihgeber der Exponate für die Sonderausstellung waren die Deutschen Werkstätten Hellerau GmbH, die Stiftung Bauhaus Dessau und das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.


Gesellenstücke - "Schreiner aus Leidenschaft"

Sonderausstellung

In dieser Sonderausstellung präsentierte das rauch museum ausgewählte Gesellenstücke der Schreinerinnung Miltenberg-Obernburg sowie Exponate der Lehrwerkstatt der Rauch Möbelwerke. Zwei Monate lang konnten unsere Besucher die gelungenen Möbel der jungen Schreiner bestaunen: Die Schreinerinnung präsentierte drei aktuelle Gesellenstücke mit Bestnote und zeigt weitere Exponate, die durch ihre besondere Form bestachen. Außerdem waren herausragende Möbel aus dem vergangenen Jahr zu sehen. Daneben wurden auch vier Stücke von Auszubildenden der Rauch Möbelwerke ausgestellt.

Mit dieser Sonderausstellung bot Rauch den Auszubildenden eine Plattform, machte ihre Arbeiten einer breiten Öffentlichkeit bekannt und zeichnete ihr besonderes Engagement für den Beruf des Schreiners aus.


Das ist schön, was heißt das eigentlich?

Vortrag
Referent: Herr Dr. Helmuth Zebhauser

Ganz unterschiedliche Menschen haben ganz unterschiedliche Wahrnehmungen. Der Eine findet das als schön, der Andere jenes und der Dritte wieder etwas ganz anderes.

Gibt es Kriterien für die Benutzung des Begriffes schön?

Der Nachdenkende flüchtet sich zunächst in die Begriffe ästhetisch und Ästhetik. Aber da liegen auch nicht sogleich gut konsumierbare Antworten bereit. Dr. Zebhauser führte klassische Exempla vor, nannte einige Definitionen zur Sache, verwies auf die Themen Harmonie, Ornament und stellte die Zuhörer vor das große Motto "form follows function". Und zielte auf ein heutiges Verständnis von Schönheit, wie es sich in der Architektur der klassischen Morderne, in den Einrichtungsgegenständen für das Wohnen und in der konkreten Kunst generiert. So schloss der Vortrag gedanklich direkt an die Sonderausstellung "Bauhaus" an.


Kulturförderung von Unternehmen: kulturelle Verantwortung für die Gesellschaft am Beispiel "Unternehmensmuseum"

Vortrag
Referent: Herr Dr. Matthias Wagner (Universität Würzburg)

In Deutschland existieren heute über 120 Unternehmensmuseen, einschließlich des erst im Jahr 2009 eröffneten Museums der Firma Rauch Möbelwerke GmbH in Freudenberg am Main. In dieser Summe sind die Ausstellungshallen der Versicherungen und Banken nicht mit eingeschlossen, da sie Kunst sammeln und diese fast ausschließlich der Öffentlichkeit präsentieren.

Unternehmensmuseen sind häufig nur ein Teil der unternehmerischen Kulturförderung. In ihrer Struktur sind sie unterschiedlich ausgerichtet. Abhängig von Sparte und Struktur des Unternehmens reicht ihr unternehmerischer Zweck von der reinen Produktpräsentation über eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Unternehmensgeschichte bis zur Präsentation einer Kunstsammlung. Die Unterschiedlichkeit der jeweiligen Konzepte vereint die Unternehmensmuseen im Ziel, Kulturförderung und kulturelle Verantwortung der Unternehmen in die Gesellschaft zu kommunizieren.


Bauhaus Wohnmodelle

„Bauhaus Wohnmodelle“ Original Exponate aus dem Dessauer Fundus.
Unter anderem zwei Schlafzimmer, verschiedene Stühle von Mies van der
Rohe und Marcel Breuer, Architektur-Modelle, Lampen und Porzellanservice.

Sonderausstellung

Das Bauhaus nimmt in der Geschichte von Kultur, Architektur, Design,
Kunst und neuen Medien des 20. Jahrhunderts eine besondere Rolle ein.

Als eine der ersten Hochschulen für Gestaltung führte es eine Reihe der herausragendsten Architekten und Künstler seiner Zeit zusammen. Wie
kaum eine andere Institution hat sich das Bauhaus innerhalb der
Industriegesellschaft der Frage nach der Beherrschbarkeit des
Modernisierungsprozesses mit Mitteln der Gestaltung gestellt.

Die Ausstellung im rauch museum zeigte eine exklusive Auswahl an 
Exponaten aus der Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau. Dabei 
wurde der Fokus auf einen exponierten Wohnraumbereich, den Schlaf-
raum, gelegt. Vorgestellt wurden bislang wenig gezeigte und damit 
relativ unbekannte Objektgruppen. In der Dessauer Sammlung sind ca.
fünf Bauhaus-Schlafzimmereinrichtungen überliefert. Es liegt nahe, im Kontext eines führenden Möbelunternehmen Europas, eine derartige 
Auswahl zu treffen, nicht zuletzt auch, um auf diese Weise einen 
Beitrag zur allgemeinen Debatte um die Aktualität des Bauhauserbes
zu leisten.

Die Ausstellung war das Ergebnis einer Kooperation einer Forschungs- 
und Bildungseinrichtung mit einem Unternehmen der freien Wirtschaft.
Durch den Nachbau von Modellen nach originalen Entwürfen aus der
Sammlung Bauhaus Dessau durch die Lehrwerkstatt der Rauch
Möbelwerke, wird eine ganz elementare und nachhaltige Bildungsarbeit
geleistet und gleichzeitig die Objektauswahl der Dessauer Bauhaus-
stiftung einzigartig erweitert.


Kooperationsprojekt des Dietrich Bonhoeffer-Gymnasiums und des rauch museums

Sonderausstellung
Kunstprojekt "Form folgt Funktion"

Das Dietrich Bonhoeffer-Gymnasium Wertheim und das rauch museum initiierten ein gemeinsames Kunstprojekt mit dem Titel "Form folgt Funktion". Schüler der Klasse 11 entwarfen, konstruierten und modellierten "multifunktionale Raumelemente", die von einer Jury prämiert wurden. Das Siegermodell - ein multifunktionales Möbelstück, das sowohl Sitz- als auch Liegemöbel ist, ein Drehregal und ein Rundregal sowie eine ganze Menge Stauraum in einer überdimensionalen Schublade bietet - wurde danach von der Lehrwerkstatt der Firma Rauch in Originalgröße nachgebaut und im rauch museum ausgestellt.


Holzskulpturen

Sonderausstellung
Bildhauerin: Frau Sieglinde Gros aus Michelstadt

                     

Gemeinsam mit der Bildhauerin Frau Sieglinde Gros präsentierte das rauch museum eine Ausstellung mit Holzskulpturen. Die immer wieder neu zu ergründende Dimensionierung des Menschen scheint für Frau Sieglinde Gros ein besonderer Reiz zu sein. Das Insistieren auf dem Menschenbild, dem Fragen nach seiner Befindlichkeit, seinem Verhalten, seiner Gestik und Mimik, das alles erfordert sensibles Beobachten des Menschen, tiefes Interesse am Individuum und dem sozialen Miteinander der Menschen.


Bemalte Truhen aus Thüringen – Ein Exportschlager in Hessen und Franken

Vortrag
Referent: Herr Dr. Matthias Wagner (Universität Würzburg)

Das Bemalen von Möbeln hat in der Umgebung von Schnett bis Eisfeld in Thüringen eine lange Tradition. Dort werden seit dem 18. Jahrhundert Möbel aus Nadelholz farbig, meistens mit floralen Motiven, bemalt. Herr Dr. Matthias Wagner von der Universität Würzburg zeigte in seinem Vortrag die Geschichte dieser Möbeltradition auf und beleuchtete deren mannigfaltigen Einfluss auf diese Region sowie deren Exportmärkte.


Bauernschränke und Truhen aus dem Hohenlohischen

Sonderausstellung

                  

In der ersten Sonderausstellung zeigte das rauch museum interessante und seltene Exemplare von Bauernschränken und Truhen aus dem Hohenlohischen. Volkstümliche Möbel, die nicht nur für Bauern, sondern auch für ländliche Handwerker und einfache Bürger gemacht wurden. Die Möbel zeichnen sich durch farbige Dekoration aus. Ein Stilmittel, das sich in der einfachen Handwerkskunst ausbildete.

Telefon: 09375 | 81-0
Telefax: 09375 | 81-694
E-Mail: info@rauchmuseum.de

Wendelin-Rauch-Straße
D-97896 Freudenberg/Main